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Demarchie
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Die Demarchie (Kunstwort aus altgriechisch ÎŽáżÎŒÎżÏ demos âVolkâ und áŒÏÏΔÎčΜ archein âErster sein, herrschenâ) ist eine Herrschaft des Volkes, in der alle EntscheidungstrĂ€ger eines Gemeinwesens reprĂ€sentativ aus denjenigen Menschen mittels Losverfahren bestimmt werden, die von diesen Entscheidungen betroffen sind.cite-ref-burnheimdef-1-0[1] Dieser Ansatz hat Ăhnlichkeit mit der ursprĂŒnglichen Attischen Demokratie.cite-ref-burnheimdeen-2-0[2]
In Abgrenzung zur Demarchie stehen Verfahren ohne eigene Entscheidungsmacht der ausgelosten Gremien, wie bei der Deliberativen Demokratie oder der Erarbeitung von VorschlĂ€gen durch ein BĂŒrgerforum, BĂŒrgerrat.
Contents
âą Bewertung
âą Argumente dafĂŒr
âą Abgrenzungen
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Definition der Demarchie
Den Begriff der Demarchie (englisch demarchycite-ref-burnheimdef-1-1[1]cite-ref-3[3]) fĂŒhrte der australische Philosoph John Burnheim 1985 in seinem Werk Is Democracy Possible? ein:cite-ref-buchstein2009-4-0[4]
âDemocracy is possible only if the decision-makers are a representative sample of the people concerned. I shall call a polity based on this principle a demarchyâ
âDemokratie ist nur möglich, wenn die EntscheidungstrĂ€ger eine reprĂ€sentative Auswahl der von den Entscheidungen betroffenen Leute sind. Ein Gemeinwesen, das sich auf dieses Prinzip grĂŒndet, nenne ich eine Demarchieâ
â
John Burnheim
:
Is Democracy Possible? (Ăber Demokratie), 1985
Er kritisiert die bisherige Form moderner Demokratie in den ersten beiden SĂ€tzen seines Werkes: âDemokratie gibt es nicht, wenigstens nicht in der Praxis. Bestenfalls haben wir heute eine Regierungsform, die man in der Antike als Wahloligarchie mit stark monarchistischen ZĂŒgen bezeichnet hĂ€tte.âcite-ref-burnheimdeen-2-1[2]
Nach Burnheim mĂŒsse man wie in der Demokratie der Antike zum Verfahren einer Bestimmung der öffentlichen FunktionĂ€re, der ReprĂ€sentanten, mittels Losverfahren zurĂŒckkehren und auf Wahlen verzichten,cite-ref-burnheimdeen-2-2[2] auf möglichst dezentraler Ebene.cite-ref-buchstein2009-4-1[4] Entscheidungsgremien sollten einen âstatistisch reprĂ€sentativenâ Querschnitt derjenigen abbilden, die von den Entscheidungen betroffen sind,cite-ref-burnheimdef-1-3[1] dabei solle niemand zur Teilnahme gezwungen werden. âWenn sie also eine schlechte Entscheidung treffen, sind sie mindestens ebenso sehr davon betroffen wie alle anderenâ. Als Vorteil der Demarchie sieht er unter anderem die Abschaffung des von ihm als undemokratisch angesehenen Berufspolitikertums, sowie, dass sich âdie soziale Grundlage fĂŒr jegliche charismatische AutoritĂ€t auflösen wĂŒrdeâ.cite-ref-buchstein2009-4-2[4]
Weitere verwendete Bezeichnungen fĂŒr eine Herrschaft des Volkes mit ausgelosten ReprĂ€sentanten als EntscheidungstrĂ€gern sind die Aleatorische Demokratie (Buchstein,cite-ref-5[5] von lateinisch aleatorius âzum WĂŒrfelspieler gehörendâ, vom Zufall abhĂ€ngigcite-ref-6[6]) bzw. Aleatorisch-reprĂ€sentative Demokratie (Reybrouck), im Unterschied zur derzeit etablierten Elektoral-reprĂ€sentativen Demokratie mittels Wahlen:cite-ref-reybrouck-7-0[7]
âDies ist also die Pathogenese unseres Wahlfundamentalismus: Das Losverfahren, das demokratischste aller politischen Instrumente, musste im achtzehnten Jahrhundert gegenĂŒber Wahlen den KĂŒrzeren ziehen; Wahlen waren jedoch nie als demokratisches Instrument gedacht gewesen, sondern als Verfahren, um eine neue, nicht-erbliche Aristokratie an die Macht zu bringen.â
â
David Van Reybrouck
:
Tegen verkiezingen (Gegen Wahlen), 2013
Geschichte der Demarchie
Demarchie in den Demokratietheorien
Ăber mehr als zweitausend Jahre, bis ins 18. Jahrhundert,cite-ref-reybrouck109-8-1[8] wurde die Demokratie als Herrschaft des Volkes gesehen, wenn die politischen Institutionen gröĂtenteils per Losverfahren direkt aus dem Volk hervorgehen. Diese Besetzung der Ămter durch das Losverfahren benannte schon Herodot im fĂŒnften Jahrhundert v. Chr. in seiner Verfassungsdebatte als einen der VorzĂŒge der Isonomie, der Herrschaft der Vielen, der Demokratie.cite-ref-9[9] Der griechische Philosoph Aristoteles schrieb vor ĂŒber 2300 Jahren in seinem Werk Politik zur Besetzung der politischen Institutionen:cite-ref-10[10]
«λÎÎłÏ ÎŽáŸœ ÎżáŒ·ÎżÎœ ÎŽÎżÎșÎ”áż ÎŽÎ·ÎŒÎżÎșÏαÏÎčÎș᜞Μ ÎŒáœČΜ ΔጶΜαÎč Ï᜞ ÎșληÏÏÏáœ°Ï Î”áŒ¶ÎœÎ±Îč Ïáœ°Ï áŒÏÏÎŹÏ, Ï᜞ Ύៜ αጱÏΔÏáœ°Ï áœÎ»ÎčγαÏÏÎčÎșÏΜ»
âEs gilt z. B. fĂŒr demokratisch, daĂ die StaatsĂ€mter durchs Los, fĂŒr oligarchisch, daĂ sie durch Wahl besetzt werdenâ
â
Aristoteles
:
ΠολÎčÏÎčÎșÎŹ (Politik), 345 bis 325 v. Chr.
Auch 1748 noch schrieb Charles Montesquieu zur Bestimmung von ReprÀsentanten des Volkes:cite-ref-12[12]
« Le suffrage par le sort est de la nature de la dĂ©mocratie; le suffrage par choix est de celle de lâaristocratie. »
âDie Entscheidung durch das Los entspricht dem Wesen der Demokratie, die Entscheidung durch Wahl dem der Aristokratie.â
â
Baron de Montesquieu
:
De lâesprit des loix (
Vom Geist der Gesetze
), 1748
Gelebte Demarchie
â
Hauptartikel
:
Demokratie, Abschnitt âUrsprung der Demokratieâ
Die Demarchie, diese Ursprungsform der Demokratie, wurde zeitweise in der antiken Polis in Griechenland praktiziert, vor allem in Athen, unter anderem, um Korruption oder GewalttĂ€tigkeit bei WahlkĂ€mpfen einzudĂ€mmen: Stadtverordnete, Richter und die meisten Ămter wurden durch das Los bestimmt. Alle mĂ€nnlichen Freien der Stadt Athen ab Vollendung des 30. Lebensjahres hatten Zugang zur Mitbestimmung in der Regierung, nicht jedoch Frauen, Metöken (Fremde), unter DreiĂigjĂ€hrige und Sklaven. Die Anzahl der VollbĂŒrger betrug etwa 30.000 bis 40.000 MĂ€nner, das waren rund 10 % der Gesamtbevölkerung. Bei wichtigen Entscheidungen, z. B. ĂŒber Krieg und Frieden, mussten mindestens 6.000 anwesend sein.
Diese antike Urdemokratie wurde von vier SĂ€ulen getragen:cite-ref-schmidt27-14-0[14]
1. der Volksversammlung, der Ekklesia, die 40-mal im Jahr tagte und die wesentlichen Angelegenheiten des öffentlichen Lebens entschied,
3. den vor allem per Los bestimmten Beamten (Archonten) â den politischen, religiösen, kulturellen und administrativen FĂŒhrungskrĂ€ften (nur die wenigen militĂ€rischen wurden gewĂ€hlt), sowie
4. den per Los bestimmten Laienrichtern der Volksgerichte.cite-ref-schmidt27-14-1[14]
Im Mittelalter gab es zumindest demarchische AnsĂ€tze in Florenz (âImborsazioneâ, 1328â1530) bei der Besetzung des gesetzgebenden Rates, der Regierung und der Verwaltungskommissare, AragĂłn ĂŒbernahm es (âInsaculaciĂłnâ, 1350â1715) fĂŒr Wahlkollegien, lokale Machthaber und nationale Parlamentsmitglieder.cite-ref-reybrouckflar-15-0[15] Das Losverfahren wurde jedoch beschrĂ€nkt, indem zunĂ€chst mögliche Kandidaten vorgeschlagen und dann von einer stĂ€dtischen Kommission vorausgewĂ€hlt wurden; erst danach folgte die Auslosung. Immerhin wurden so in Florenz 75 % der BĂŒrger vorgeschlagen. ĂmterhĂ€ufung war nicht zulĂ€ssig, und eine hĂ€ufige Rotation, jeweils nicht mehr als ein Jahr, beschrĂ€nkte die Macht des Einzelnen. Das Verfahren aus Florenz wurde auch in Orvieto, Siena, Pistoia, Perugia und Lucca ĂŒbernommen, das sehr Ă€hnliche aus AragĂłn in Lleida, Saragossa, Gerona und Barcelona, auch in weiteren Regionen Spaniens wie Murcia, La Mancha und Extremadura.cite-ref-reybrouckflar-15-1[15] König Ferdinand II. sah als Vorteile, dass dieses Losverfahren âin den Ortschaften und StĂ€dten eher ein gutes Leben, eine gesunde Verwaltung und Regierung fördern als die Ordnungen, die sich umgekehrt auf die Wahl stĂŒtzen. Sie sind einiger und gleicher, friedlicher und freier von Leidenschaften.âcite-ref-reybrouckflar-15-2[15]
Modelle zur Anwendung
Es gab und gibt verschiedene Konzepte zur Realisierung einer Demarchie. Sowohl Volksvertreter in Entscheidungsgremien als auch AmtstrĂ€ger können per Zufallswahl bestimmt werden. Entscheidungsgremien können dabei entweder fĂŒr eine Legislaturperiode oder nur fĂŒr eine bestimmte Entscheidung ausgelost werden. Sie fungieren vollumfĂ€nglich als Regierung oder es gibt jeweils Einzelgremien fĂŒr Bildung, Umwelt, Wirtschaft und die anderen Bereiche. Es könnte eine Pflicht zur Teilnahme am Losverfahren geben oder sie könnte auf Freiwilligkeit beruhen.
Folgende Werke stellen Möglichkeiten zur Umsetzung einer Demarchie vor, oder zumindest teilweise Umsetzungen von Regierung und Gesetzgebung durch geloste Volksvertreter.
âą 1985 â John Burnheim empfiehlt in seinem Werk Is Democracy Possible?, alle Gremien der Staatsgewalt fĂŒr die Bereiche von Verwaltungen, Politik und Rechtsprechung des Staates so weit wie möglich zu dezentralisieren und die EntscheidungstrĂ€ger statistisch-reprĂ€sentativ mittels Losverfahren zu bestimmen. Eine Möglichkeit wĂ€re, fĂŒr verschiedene Einzelthemen wie Stadtplanung, Gesundheitswesen, Abfallbeseitigung oder Bildungswesen eigene Entscheidungsgremien zu bilden, je nach Zweck regional oder thematisch. Die Mitglieder werden zufĂ€llig aus Freiwilligen ausgewĂ€hlt, und zwar derart, dass die Zusammensetzung der Bevölkerung nach Geschlecht, ethnischer Herkunft, Alter und dergleichen entspricht. In einem festgelegten Rhythmus werden die Mitglieder durch neue ersetzt. Die BeschlĂŒsse eines solchen Gremiums haben höchste LegitimitĂ€t, denn die Mitglieder stehen direkt fĂŒr die Positionen der Bevölkerung. Burnheim beruft sich dabei auf die attische Demokratie.cite-ref-buchstein2009-4-3[4]cite-ref-burnheimdeen-2-3[2]
âą 2013 â Terrill Bouricius, Wissenschaftler und erfahrener Politiker aus Vermont, schlĂ€gt in seiner Multi-Body Sortition fĂŒr die Legislative sechs Gremien in einem System aus Checks and Balances vor, von denen alle bis auf die âInterest Panelsâ aus Freiwilligen ausgelost werden. Darin sieht er auch die Lösung des Zielkonflikts um ideale Auswahl, GröĂe, Amtszeit und Gruppendynamik der Gruppe, die Gesetzgebung wird in Phasen unterteilt. Das âAgenda Councilâ legt ausschlieĂlich die Themen der Gesetzgebung fest, in beliebig vielen âInterest Panelsâ aus je zwölf selbst gemeldeten Freiwilligen werden die Spezialthemen beraten und Empfehlungen erarbeitet, das âReview Panelâ erstellt daraus die konkreten Gesetzesvorlagen. Die fĂŒr die Beschlusstagung jeweils neu und verpflichtend ausgeloste âPolicy Juryâ soll ein bis mehrere Tage ĂŒber die Gesetzesvorlagen abstimmen. Zur Sicherstellung dieses Gesamtprozesses entscheidet ein âRules Councilâ ĂŒber alle Verfahrensregeln und ein âOversight Councilâ kontrolliert den Gesetzgebungsprozess und behandelt Beschwerden.cite-ref-16[16]cite-ref-17[17]
Verschiedene Stufen der Umsetzung
Terrill Bouricius und David Schecter schlugen 2013 fĂŒr den Teilaspekt der Legislative fĂŒnf konkrete Stufen vor, sich einer Demarchie zu nĂ€hern, von kleinen deliberativen Schritten (1. â Aleatorische Deliberation) bis zur Reform, bei der die ausgelosten BĂŒrger ĂŒber alle Gesetze entscheiden (5. â demarchische Legislative):cite-ref-bouricius2013-18-0[18]cite-ref-reybrouck2016-19-0[19]
1. Entwurf eines einzelnen Gesetzes zur Vorlage an Entscheidungsgremium (realisiert z. B. in der British Columbia Citizens' Assembly in Kanada, siehe auch Planungszelle und Aleatorische Deliberation)
2. Entwurf von Gesetzen innerhalb eines Politikbereiches, bevorzugt in einem umstrittenen Bereich, den die gewÀhlten AmtstrÀger lieber meiden oder in dem sie Interessenskonflikte haben, wie bei den eigenen Wahlgesetzen, DiÀten und AmtszeitbeschrÀnkungen (realisiert z. B. in der Convention on the Constitution in Irland)
3. Losverfahren als Element einer Initiative oder eines Referendums, einer Volksabstimmung
4. Etablierung einer ausgelosten Kammer in einem Zweikammersystem der Legislative, als Ersatz fĂŒr die gewĂ€hlte Kammer (noch nicht realisiert, siehe Unterabschnitt âBireprĂ€sentative Modelleâ)
Demarchie in der Praxis
Nach Burnheim, der den Begriff prĂ€gte, mĂŒssen in einer Demarchie âdie EntscheidungstrĂ€ger eine reprĂ€sentative Auswahl der von den Entscheidungen betroffenen Leuteâ sein.cite-ref-burnheimdef-1-4[1] Derzeit findet man die Demarchie kaum vor.
Judikative â Geschworene
In etlichen LĂ€ndern werden Laienrichter mittels Losverfahren bestimmt, die gemeinsam mit Berufsrichtern die Gerichtsverhandlung bei Strafverfahren fĂŒhren, wie in den USAcite-ref-20[20] oder bei schweren Vergehen in Frankreichcite-ref-21[21] und Ăsterreich. Diese Geschworenen entscheiden entweder völlig unabhĂ€ngig vom Richter ĂŒber die Schuldfrage (USA) oder sind diesen mindestens gleichberechtigt (Ăsterreich). Im antiken Griechenland wurden die Gerichte durch ausgeloste Geschworene besetzt,cite-ref-22[22] heute wird noch der Oberste Sondergerichtshof, das höchste âVerfassungsgerichtâ, per Losverfahren aus der Richterschaft bestimmt.cite-ref-23[23]
Bewertung
Zur Auslosung von ReprĂ€sentanten gibt es gegenĂŒber dem Wahlverfahren reprĂ€sentativer Demokratien Argumente dafĂŒr und dagegen:
Argumente dafĂŒr
Das Losverfahren ist unbestechlich, effizient und kostengĂŒnstig, entlastet die Betroffenen, erzeugt KreativitĂ€t und gesellschaftliche StabilitĂ€t, zudem wird der politische Wille der gesamten Gesellschaft reprĂ€sentativ bei den Entscheidern abgebildet:cite-ref-buchsteinpro-24-0[24]
âą Das Losverfahren ist absolut neutral, fair und verfahrensautonom. Es gibt keine EinflĂŒsse von auĂen, das Ergebnis steht vorher nicht fest, sondern hĂ€ngt allein vom Losen ab. So ist keine Umrechnung von Wahlergebnissen auf Sitze nötig,cite-ref-buchsteinpro-24-1[24] Berufspolitiker werden nicht gegenĂŒber anderen Bewerbern bevorzugt,cite-ref-buchstein2009-4-4[4] Wahlkreise mĂŒssen nicht mehr oder weniger neutral zugeschnitten werden.
⹠Das Losverfahren ist treffsicher, das Ergebnis ist direkt, klar und eindeutig. es ist keine Interpretation nötig.cite-ref-buchsteinpro-24-2[24]
âą Das Los ist kostengĂŒnstig, es ist wenig Zeit und Aufwand nötig.cite-ref-buchsteinpro-24-3[24] Der Aufwand der Wahlprozedur wie des vorherigen Wahlkampfes und möglicher âWahlgeschenkeâ fallen ersatzlos weg, ebenso der Aufwand der WĂ€hler, ihre Entscheidung zu treffen.
⹠Mittels Los werden Entscheider wie Betroffene emotional entlastet.cite-ref-buchsteinpro-24-4[24] Die Entscheidung, wer jeweils zu den Entscheidern gehört, wurde vom Zufall bestimmt.
âą Das Los erzeugt KreativitĂ€t und produktive Unsicherheit. So optimiert die Biologie mittels Zufall die Artenvielfalt, bei der Bestimmung von Entscheidern kann so Korruption erschwert werden. Bereits heute werden in manchen LĂ€ndern Polizeiteams per Los zusammengestellt,cite-ref-buchsteinpro-24-5[24] einander unbekannte Personen verschiedenster Herkunft, die an einem gemeinsamen Thema arbeiten, haben mehr verschiedene AnsĂ€tze zur Lösung. RĂŒcksichtnahmen auf Parteilinien und -karrieren, Darstellung in der Ăffentlichkeit und Einfluss durch Lobbyismus werden stark reduziert.
âą Das Los schafft gesellschaftliche StabilitĂ€t. Schon Aristoteles empfahl fĂŒr eskalierende Konkurrenz um WahlĂ€mter das Losverfahren, aus demselben Grund wurde es in den italienischen StĂ€dterepubliken eingesetzt. Neid, Missgunst, FlĂŒgelkĂ€mpfe, Bestechungen, geheime Anfeindung wie öffentliche Empörung (Moser 1774) wird vermieden, keiner verliert sein Gesicht. Somit gibt es kaum negative GefĂŒhle, die in Gegnerschaften umschlagen können.cite-ref-buchsteinpro-24-6[24] Da die ausgelosten Entscheider statistisch-reprĂ€sentativ fĂŒr die gesamte Gesellschaft stehen, werden sie nicht als âabgehobenes Eliten-Projektâ wahrgenommen, die Akzeptanz wird breiter.
âą Das Losverfahren beinhaltet eine âRationalitĂ€t zweiter Ordnungâ, die teils Entscheidungen erst ermöglicht (Engelstad/Elster, 1980er), wo die RationalitĂ€t an ihre Grenzen stöĂt. Mit den Details steigt der Aufwand, bewusst eine Auswahl zu treffen; ab einem gewissen Punkt sind die Kosten des Losens niedriger als der Aufwand einer bewussten Wahl. Auch in Situationen, in denen aufgrund von Unsicherheiten nicht klar ist, welche Option die richtige ist, oder die Optionen recht Ă€hnlich sind, macht der Losentscheid Sinn. SchlieĂlich löst das Los Entscheidungssituationen auf, bei denen Vergleiche zwischen Menschen unpassend wĂ€ren.cite-ref-buchsteinpro-24-7[24]
âą Die Entscheider stehen statistisch-reprĂ€sentativ fĂŒr die gesamte Gesellschaft. Wenn sie die besten Entscheidungen fĂŒr sich treffen, sind dies auch die besten Entscheidungen fĂŒr die Gesamtgesellschaft.cite-ref-buchstein2009-4-5[4]
âą Mittels Los und Rotationsverfahren löst sich die Grundlage fĂŒr charismatische AutoritĂ€ten auf,cite-ref-buchstein2009-4-6[4] ein âFĂŒhrerâ hat keine Chance mehr.
Siehe auch
:
ReprĂ€sentative Demokratie, Abschnitt âNachteile der reprĂ€sentativen Demokratieâ
Argumente dagegen
Das Losverfahren kann manipuliert werden, wird nicht akzeptiert, hat hohe Folgekosten fĂŒr inkompetente Entscheider, reduziert Leistungs- und Wettbewerbsprinzip, reduziert die Ăbernahme von Verantwortung und macht lĂ€ngerfristige Planung unmöglich:
âą Damit ein Losverfahren fair ist, muss es allen gleiche Chancen geben, manipulationssicher und transparent sein. Es muss eine geeignete kĂŒnstliche Lostechnik entwickelt werden, die diesen Kriterien entspricht. In Athen wurde das Kleroterion verwendet. Teils steht der Glaube an bestimmte zu bevorzugende oder zu vermeidende Zahlen oder ein Erkennen von vermeintlichen Mustern in zufĂ€lligen Ergebnissen dem Vertrauen in ein Lossystem im Wege.cite-ref-buchsteincontra-25-0[25] Es bleibt unklar, ob ein Losverfahren in der Gesellschaft akzeptiert wĂŒrde.cite-ref-buchsteincontra-25-1[25]
âą Die ausgelosten sachunkundigen Entscheider verbindet untereinander nichts, sie ĂŒbernehmen keine Erfahrungen von ihren VorgĂ€ngern.cite-ref-buchsteincontra-25-2[25] Ausgeloste BĂŒrger besĂ€Ăen gegenĂŒber Berufspolitikern zu wenig Sachverstand und Erfahrung, um ĂŒber komplexe und weitreichende politische Themen zu entscheiden. Hiergegen wendet David van Reybrouck ein, dass in der Vergangenheit sehr Ă€hnliche Argumente gegen die Verleihung des Wahlrechts an Frauen, Bauern oder Arbeiter angefĂŒhrt worden sind. Zudem stĂŒnden per Losverfahren zusammengesetzten BĂŒrgerausschĂŒssen die gleichen SachverstĂ€ndigen zur VerfĂŒgung, auf die auch Berufspolitiker zurĂŒckgreifen.cite-ref-28[28]
âą Das Los ist nur Flucht vor Verantwortung.cite-ref-buchsteincontra-25-3[25] Das Losverfahren reduziert Leistungs- und Wettbewerbsprinzip und kostet durch Einarbeitung und Fehlentscheidungen durch Amateure dort mehr, wo Spezialwissen fĂŒr Entscheidungen benötigt wird. Menschen könnten sich von âMöglichkeitssuchernâ in âZufallsabwarterâ verwandeln (Fishkin). Die soziale Interaktion von Wahlkampf und Wahlprozess fĂ€llt weg.cite-ref-buchsteincontra-25-4[25]
âą Ohne Anreiz einer möglichen Wiederwahl ĂŒbernehmen ausgeloste Entscheider keine Verantwortung.
⹠Das Losverfahren macht verbindliche Planungen schwierig und die lÀngerfristige Verfolgung von PlÀnen bei Rotationsverfahren unmöglich. Dies widerspricht der Selbstbestimmung.cite-ref-buchsteincontra-25-5[25]
âą Das Losverfahren sei in modernen Gesellschaften nicht wirklich reprĂ€sentativ, in jeder ausgelosten Gruppe wĂŒrden wichtige Minderheiten und Sichtweisen fehlen.cite-ref-telepolis-27-1[27]
Abgrenzungen
Siehe auch
:
Abschnitt âDefinition der Demarchieâ
Losverfahren oder BĂŒrgerbeteiligung allein macht noch keine Demarchie aus. Nach Burnheim, der den Begriff prĂ€gte, mĂŒssen in einer Demarchie âdie EntscheidungstrĂ€ger eine reprĂ€sentative Auswahl der von den Entscheidungen betroffenen Leuteâ sein.cite-ref-burnheimdef-1-5[1] Nachfolgende Beispiele sind daher keine Demarchien.
Abgrenzung Teil-Modelle
Folgende Modelle behandeln keine Demarchie, sondern einzelne Bestandteile, meist nur fĂŒr einen der drei Hoheitsbereiche der Staatsgewalt, der Legislative â teils in der Absicht, mit Zwischenschritten stufenweise einen Ăbergang zu einer Demarchie zu erreichen,cite-ref-bouricius2013-18-2[18] teils ohne demarchisches Ziel zur Förderung der Akzeptanz der âmodernen Demokratieâ, der Polyarchie.cite-ref-29[29]
BireprÀsentative Modelle
âą 1985 â In ihrem Buch A Citizen Legislaturecite-ref-30[30] beschreiben Ernest Callenbach und Michael Phillips, welche Vorteile es hĂ€tte, das US-ReprĂ€sentantenhaus per Zufallsauswahl zu bilden. Sie schlagen vor, dass diese Abgeordneten in ĂŒberlappenden ZeitrĂ€umen fĂŒr jeweils drei Jahre aus vorhandenen Geschworenenlisten ausgelost werden. Dabei wĂŒrde das ReprĂ€sentantenhaus weiterhin dem Senat Gesetze vorschlagen und GesetzesvorschlĂ€ge des Senats prĂŒfen, dieser wĂŒrde als gewĂ€hltes Gremium bestehen bleiben.cite-ref-reybrouckdeerzu-31-0[31]
âą 2009 â Der Greifswalder Politikprofessor Hubertus Buchstein schlĂ€gt in seinem Buch Demokratie und Lotteriecite-ref-32[32] die ErgĂ€nzung des EuropĂ€ischen Parlaments durch eine zweite Kammer vor, das âHouse of Lotsâ. Dieses solle ein Initiativrecht haben, Empfehlungen abgeben dĂŒrfen und ein Vetorecht haben. Das House of Lots umfasst nach diesem Konzept 200 Mitglieder, die aus allen erwachsenen UnionsbĂŒrgern proportional nach Mitgliedstaaten fĂŒr jeweils zweieinhalb Jahre ausgelost werden. Die Ăbernahme des Mandats wĂ€re BĂŒrgerpflicht und eine Ablehnung nur unter besonderen UmstĂ€nden möglich. Gleichzeitig solle die AbgeordnetentĂ€tigkeit finanziell und organisatorisch sehr attraktiv gemacht werden.cite-ref-reybrouckdeerzu-31-1[31]
âą 2013/16 â Der Autor und Historiker David Van Reybrouck plĂ€diert in einer Ăbergangsphase zunĂ€chst fĂŒr ein âbireprĂ€sentatives Modellâ, eine Volksvertretung, die sowohl durch Abstimmung als auch durch Auslosung zustande kommt. FĂŒr dieses Modell sieht er insbesondere sein Heimatland Belgien als geeignet an. In einem schrittweisen Prozess, wie ihn Bouricius (2013) beschreibt, könne der belgische Senat in ein legislatives Organ transformiert werden, das ausschlieĂlich aus ausgelosten BĂŒrgern besteht.cite-ref-reybrouckvorlplbirepsys-33-0[33]
Ideenfindung
âą 2007 â Der Berliner Florian Felix Weyh regt in seinem Buch Die letzte Wahl â Therapien fĂŒr die leidende Demokratie in seinem letzten von 40 âHeilungsversuchenâ der modernen Demokratie die Auswahl der Abgeordneten aus der Gesamtbevölkerung per Los an, was ein absolut reprĂ€sentatives Parlament zustande bringe. In die Verlosung der Mandate können die Medien nicht eingreifen. Die 600 Zufallsdelegierten könnten sich darĂŒber hinaus unbeeinflusst einen Eindruck von den Bewerbern um RegierungsĂ€mter machen. Nach seinem Vorschlag sind in einem Verlosungscomputer alle Deutschen gespeichert, die den Kriterien des unabhĂ€ngigen Wahlkomitees genĂŒgen, d. h. rund 62 Millionen Namen, aus denen 600 Abgeordnete gezogen werden. Die individuelle Gewinnchance falle mit 1:103.333 besser aus als bei jeder Lotterie. Wie beim Schöffenamt bestehe die Pflicht, das Mandat anzunehmen und nur sehr eng gefasste Ausnahmekriterien erlauben eine Ablehnung.
Abgrenzung Aleatorische Deliberation
Nachfolgend werden keine Beispiele fĂŒr Demarchie aufgefĂŒhrt, sondern fĂŒr die âAleatorische Deliberationâ (entlehnt von lateinisch deliberatio âBeratschlagung, Ăberlegungâ), in der die ausgelosten ReprĂ€sentanten des Volkes nicht entscheiden, sondern unverbindliche VorschlĂ€ge erarbeiten und diese beratend den zustĂ€ndigen Gremien zur Entscheidung unterbreiten.
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Hauptartikel
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Aleatorische Deliberation
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Hauptartikel
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Deliberative Demokratie
Idee der âLaienparlamenteâ
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Hauptartikel
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Planungszelle
Burkhard Wehner schlug 1995, inspiriert von Peter Dienels Konzept der Planungszelle, die Einrichtung von âLaienparlamentenâ vor, deren Mitglieder im Losverfahren bestimmt werden. Diese haben danach keine oder wenig Entscheidungsgewalt, sondern vor allem beratende Funktion. In der Kombination von gewĂ€hlten Expertenparlamenten und gelosten âLaienparlamentenâ sieht Wehner die zeitgemĂ€Ăe Kombination von BĂŒrgernĂ€he und fachlicher Kompetenz des politischen Entscheidungsprozesses.cite-ref-34[34]
BĂŒrgerrat Wahlrechtsreform in Kanada
In der kanadischen Provinz British Columbia wurde 2004 eine Gruppe von 160 BĂŒrgern durch das Los bestimmt, die in der Citizensâ Assembly on Electoral Reform eine Reform des Wahlrechts erarbeiten sollte. Diese Versammlung beriet wĂ€hrend eines Jahres immer wieder, die Teilnehmer bekamen eine VergĂŒtung von 110 Euro je Beratungstag.cite-ref-reybrouckdeermprx-35-0[35] Der Prozess bestand aus einer Schulungsphase, einer Konsultationsphase und einer Beschlussfassungsphase. Im fĂŒr die Umsetzung benötigten durchgefĂŒhrten Referendum im Jahr 2005 scheiterte der erarbeitete Vorschlag zur Ănderung des Wahlrechts mit 57,7 Prozent Zustimmung â nötig gewesen wĂ€ren 60 Prozent.cite-ref-reybrouckdeermprx-35-1[35]
Deliberativer BĂŒrgerhaushalt in China
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Deliberative Polling
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BĂŒrgerhaushalt
An der chinesischen OstkĂŒste in der zur Industriestadt Wenling gehörenden GroĂgemeinde Zeguo lief im Auftrag der chinesischen Regierung von 2005 bis 2009 ein politisches Experiment zur Beteiligung der BĂŒrger an politischen Entscheidungen. Es wurde von He Baogang betreut, der an der Deakin University in Melbourne Politikwissenschaften lehrt, zum Einsatz kam die Methodik von James S. Fishkin.cite-ref-36[36] 2009 diskutierten in Zeguo die 171 Einwohner den BĂŒrgerhaushalt der Stadt fĂŒr das Folgejahr, die aus dem per Los ausgewĂ€hlten Vorjahrespanel ĂŒbrig waren. Sie gaben ausschlieĂlich Hinweise ab, auf dieser Basis wurden die Entscheidungen von den normalen Gremien getroffen. In den Folgejahren passte die Regierung das Beteiligungskonzept nach ihren WĂŒnschen an, der demokratische Ansatz wurde verwĂ€ssert. Dennoch fasst He 2019 zusammen, wenn solche BĂŒrgerbeteiligungen schon in einem autoritĂ€ren Staat möglich seien, könnten auch StĂ€dte und Gemeinden in etablierten demokratischen LĂ€ndern Ă€hnliche Experimente durchfĂŒhren.cite-ref-37[37]
Siehe auch
Literatur
Demarchie, aleatorisch-reprÀsentative Demokratie
âą John Burnheim: Ăber Demokratie â Alternativen zum Parlamentarismus. Original Auflage. Wagenbach, Berlin 1987, ISBN 978-3-8031-2142-4 (191 S., englisch: Is Democracy Possible? Cambridge 1985. Ăbersetzt von Robin Cackett). Online auf library.usyd.edu.au (englisch).
âą Anja Röcke: Losverfahren und Demokratie â historische und demokratietheoretische Perspektiven. Lit, MĂŒnster 2005, ISBN 978-3-8258-8544-1 (151 S.).
âą Bernard Manin: Kritik der reprĂ€sentativen Demokratie. 1. Auflage. Matthes & Seitz, Paris 2007, ISBN 978-3-88221-022-4 (349 S., französisch: Principes du gouvernement reprĂ©sentatif. Paris 1995. Ăbersetzt von Tatjana Petzold).
âą Hubertus Buchstein: Demokratie und Lotterie â Das Los als politisches Entscheidungsinstrument von der Antike bis zur EU. In: Theorie und Gesellschaft. Band 70. Campus, Frankfurt am Main, New York 2009, ISBN 978-3-593-38729-1 (493 S.).
âą Hubertus Buchstein: Der Zufall als Mittel der Politik. Zur Erweiterung politischer Partizipationsformen durch Losverfahren. In: Gisela Riescher (Hrsg.): Partizipation und Staatlichkeit. Steiner, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-515-10281-0, S. 241â264.
âą Yves Sintomer: Das demokratische Experiment â Geschichte des Losverfahrens in der Politik von Athen bis heute. Springer VS, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-00730-0 (292 S., d-nb.info, Inhaltsverzeichnis â französisch: Petite histoire de l'expĂ©rimentation dĂ©mocratique â tirage au sort et politique d'AthĂšnes Ă nos jours. Paris 2011. Ăbersetzt von Michael G. Esch).
âą Terrill G. Bouricius: Democracy Through Multi-Body Sortition: Athenian Lessons for the Modern Day. In: Journal of Public Deliberation. Band 9, Nr. 1. University of Westminster Press, 30. April 2013, ISSN 2634-0488, 11, doi:10.16997/jdd.156 (englisch, delibdemjournal.org [PDF; 198 kB; abgerufen am 15. Mai 2022]).
âą David Van Reybrouck: Gegen Wahlen â Warum Abstimmen nicht demokratisch ist. 1. Auflage. Wallstein, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1871-7 (198 S., niederlĂ€ndisch: Tegen verkiezingen. Amsterdam 2013. Ăbersetzt von Arne Braun).
Konkrete (Teil-)Modelle
âą Ernest Callenbach, Michael Phillips: A Citizen Legislature. Bookpeople, 1985, ISBN 0-9604320-5-1 (englisch, well.com [abgerufen am 14. Mai 2022]).
âą L. LĂ©on: The world-solution for world-problems â the problem, its cause, its solution. Nijmegen, Netherlands 1988, ISBN 978-90-90-02592-6 (englisch, 193 S., socsci.ru.nl [abgerufen am 14. Mai 2022]).
âą Florian Felix Weyh: Die letzte Wahl. Therapien fĂŒr die leidende Demokratie (Die Andere Bibliothek; Band 272). Eichborn, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-8218-4585-2.
âą Timo Rieg: Demokratie fĂŒr Deutschland. Von unwĂ€hlbaren Parteien und einer echten Alternative. Berliner Konsortium, Berlin 2013, ISBN 978-3-938081-81-5.
âą Terry Bouricius, David Schecter: An Idealized Design for the Legislative Branch of government. Online-Journal. In: Systems Thinking World Journal â Reflection in Action. Band 2, Nr. 1. STWJ, 22. Januar 2013, ISSN 2242-8577, How the model could be implemented (englisch, stwj.systemswiki.org (Memento vom 11. August 2018 im Internet Archive) [abgerufen am 8. Mai 2022]).
Hintergrund
âą Michael Stahl: Gesellschaft und Staat bei den Griechen. Klassische Zeit. Schöningh, Paderborn / MĂŒnchen / Wien / ZĂŒrich 2003, ISBN 3-8252-2431-7.
Einzelnachweise
cite-note-burnheimdef-11. â John Burnheim: Ăber Demokratie â Alternativen zum Parlamentarismus. Original Auflage. Wagenbach, Berlin 1987, ISBN 978-3-8031-2142-4, S. 27 (191 S., englisch: Is Democracy Possible? Cambridge 1985. Ăbersetzt von Robin Cackett, Zitat im englischen Original auf S. 9).
cite-note-burnheimdeen-22. â John Burnheim: Ăber Demokratie â Alternativen zum Parlamentarismus. Original Auflage. Wagenbach, Berlin 1987, ISBN 978-3-8031-2142-4, S. 19, 27, 120â126 (191 S., englisch: Is Democracy Possible? Cambridge 1985. Ăbersetzt von Robin Cackett): âDemocracy does not exist in practice. At best we have what the ancients would have called elective oligarchies with strong monarchical elements.â
cite-note-33. â Burnheim prĂ€gte diesen Begriff 1985, er ĂŒbernahm den bis dahin âkaum in den allgemeinen Sprachgebrauchâ ĂŒbergegangenen Begriff aus Hayeks Werk, mit dort noch anderer Bedeutung: Friedrich August von Hayek: Verfassung einer Gesellschaft freier Menschen. In: Recht, Gesetzgebung und Freiheit â eine neue Darstellung der liberalen Prinzipien der Gerechtigkeit und der politischen Ăkonomie. Band 3. Moderne Industrie, Landsberg am Lech 1981, ISBN 978-3-478-37210-7, Demokratie oder Demarchie, S. 62â65; hier: S. 65 (288 S., englisch: Law, Legislation and Liberty â a new statement of the liberal principles of justice and political economy â The political order of a free people. London 1979. Ăbersetzt von Martin Suhr, 3 BĂ€nde, 1973â79 englisch, 1980â81 deutsch, mit Herleitung des Begriffs): âthe term demarchy for the ideal for which democracy was originally adopted when it gradually supplanted the older expression isonomy, describing the ideal of an equal law for all. This would give us the new name we need if we are to preserve the basic ideal in a time when, because of the growing abuse of the term democacy for systems [âŠ] we have a new name like demarchy to describe the old ideal by a name that is not tainted by long abuse.â
cite-note-buchstein2009-44. â Hubertus Buchstein: Demokratie und Lotterie â Das Los als politisches Entscheidungsinstrument von der Antike bis zur EU. In: Theorie und Gesellschaft. Band 70. Campus, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-593-38729-1, S. 374 (493 S., Buchstein zitiert Burnheim 1987, S. 27, 172, 29).
cite-note-55. â Hubertus Buchstein: ReprĂ€sentative, partizipatorische und aleatorische Demokratie. In: boell.de. 2. November 2011, archiviert vom Original am 20. Oktober 2013; abgerufen am 15. Mai 2022 (âaleatorische Demokratieâ nur im Titel, ansonsten âaleatorische Demokratietheorieâ).
cite-note-66. â Das groĂe Wörterbuch der deutschen Sprache. CD-ROM. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Berlin 2012, ISBN 978-3-411-71003-4 (Eintrag âaleatorischâ).
cite-note-reybrouck-77. â David Van Reybrouck: Gegen Wahlen â Warum Abstimmen nicht demokratisch ist. Wallstein, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1871-7 (niederlĂ€ndisch: Tegen verkiezingen. Amsterdam 2013. Ăbersetzt von Arne Braun, âaleatorisch-reprĂ€sentative Demokratieâ im niederlĂ€ndischen Original: âaleatorisch-representatieve democratieâ).
cite-note-reybrouck109-88. David Van Reybrouck: Gegen Wahlen â Warum Abstimmen nicht demokratisch ist. Wallstein, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1871-7, S. 109 (niederlĂ€ndisch: Tegen verkiezingen. Amsterdam 2013. Ăbersetzt von Arne Braun).
cite-note-99. â GĂŒnther Bien: D-F. In: Joachim Ritter, Karlfried GrĂŒnder (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Philosophie (HWPH). 2. Auflage. Band 2. Schwabe, Basel 2021, ISBN 978-3-7965-4487-3, Demokratie, doi:10.24894/HWPh.5086 (584 S.).
cite-note-1010. â Bernard Manin: Kritik der reprĂ€sentativen Demokratie. 1. Auflage. Matthes & Seitz, Paris 2007, ISBN 978-3-88221-022-4, Direkte Demokratie und politische ReprĂ€sentation: Die Auswahl von AmtstrĂ€gern in Athen, S. 41 (349 S., französisch: Principes du gouvernement reprĂ©sentatif. Paris 1995. Ăbersetzt von Tatjana Petzold, Zitat aus Aristoteles Politik IV., 7, 1294b 4â10).
cite-note-111. Aristoteles: ΠολÎčÏÎčÎșÎŹ (Politik). Nr. 4, IV. Buch, Kap. 7, 1294b, [4]-[10], S. 1294b (altgriechisch). Zitierte Ăbersetzung von Carl und Adolf Stahr: Aristotelesâ Politik. Krais & Hoffmann, Stuttgart 1860, OCLC 163518978, S. 244 (461 S.).
cite-note-1212. â Bernard Manin: Kritik der reprĂ€sentativen Demokratie. 1. Auflage. Matthes & Seitz, Paris 2007, ISBN 978-3-88221-022-4, Triumph der Wahl â Montesquieu, S. 101 (349 S., Zitat aus Montesquieus âDe lâesprit des loixâ, Buch II, Kapitel 2).
cite-note-132. Charles Louis Montesquieu (Verfasser), Ăbersetzer Friedrich August von der Heydte: Vom Geist der Gesetze : Eine Auswahl / Charles Louis Montesquieu. De Gruyter, Berlin, Boston 1950, ISBN 978-3-11-153690-3, S. 87 (Französisches Original auf wikisource.org, Buch II. â Des loix qui dĂ©rivent directement de la nature du gouvernement: Kapitel II. â Du gouvernement rĂ©publicain, & des Loix relatives Ă la dĂ©mocratie.).
cite-note-schmidt27-1414. â Manfred G. Schmidt: Demokratietheorien. 4. Auflage. VS, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-531-16054-2, 1 Die aristotelische Lehre der Staatsverfassungen und die Demokratie im âStaat der Athenerâ, S. 27 f.
cite-note-reybrouckflar-1515. â David Van Reybrouck: Gegen Wahlen â Warum Abstimmen nicht demokratisch ist. Wallstein, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1871-7, Ein demokratisches Verfahren â Das Losverfahren (Antike und Renaissance), s. a. Abb. 3 â Das Losverfahren als politisches Instrument in Antike und Renaissance, S. 67â85 (Zitat König Ferdinand II. nach Reybrouck aus Yves Sintomer, 2011: Das demokratische Experiment: Geschichte des Losverfahrens in der Politik von Athen bis heute, 2016, ISBN 978-3-658-00730-0).
cite-note-1616. â David Van Reybrouck: Gegen Wahlen. Warum Abstimmen nicht demokratisch ist. 1. Auflage. Wallstein Verlag, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1871-7, Blaupause fĂŒr eine auf dem Losverfahren basierende Demokratie, S. 144â152 (niederlĂ€ndisch: Tegen verkiezingen. 2016. Ăbersetzt von Arne Braun, Ăberblick ĂŒber die sechs Gremien siehe Abbildung 6, basierend auf dem Artikel von Bouricius, ergĂ€nzt um Reybroucks Austausch mit ihm).
cite-note-1717. â Terrill G. Bouricius: Democracy Through Multi-Body Sortition: Athenian Lessons for the Modern Day. In: Journal of Public Deliberation. Band 9, Nr. 1. University of Westminster Press, 30. April 2013, ISSN 2634-0488, 3. A Proposal for a Sortition-Based Legislative System, 11, doi:10.16997/jdd.156 (englisch, delibdemjournal.org [PDF; 198 kB; abgerufen am 15. Mai 2022]).
cite-note-bouricius2013-1818. â Terry Bouricius, David Schecter: An Idealized Design for the Legislative Branch of government. Online-Journal. In: Systems Thinking World Journal â Reflection in Action. Band 2, Nr. 1. STWJ, 22. Januar 2013, ISSN 2242-8577, How the model could be implemented (englisch, stwj.systemswiki.org (Memento vom 11. August 2018 im Internet Archive) [abgerufen am 8. Mai 2022]).
cite-note-reybrouck2016-1919. â David Van Reybrouck: Gegen Wahlen. Warum Abstimmen nicht demokratisch ist. 1. Auflage. Wallstein Verlag, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1871-7, Blaupause fĂŒr eine auf dem Losverfahren basierende Demokratie, S. 154.
cite-note-2020. â Kirk W. Junker: US-Rechtspraxis â Praxishandbuch Zivilrecht und Ăffentliches Recht. De Gruyter, Berlin/Boston 2017, ISBN 978-3-89949-810-3, S. 465 (523 S.): âDer Pool potenzieller Geschworener wird zufĂ€llig aus WĂ€hlerverzeichnissen und FĂŒhrerscheinverzeichnissen ausgewĂ€hlt.â
cite-note-2121. â Martin Fincke: Der StrafprozeĂ im Spiegel auslĂ€ndischer Verfahrensordnungen â Frankreich, Ăsterreich, Schweiz, UdSSR, USA. Hrsg.: Heike Jung. de Gruyter, Berlin/New York 1990, ISBN 978-3-11-012262-6, S. 13 (164 S.): âNeben den Berufsrichtern besteht das Schwurgericht aus neun Geschworenen, die französische BĂŒrger, mindestens dreiundzwanzig Jahre als und auf den Wahllisten des Departements eingetragen sein mĂŒssen. Sie werden durch ein Losverfahren ausgewĂ€hlt [âŠ] vgl. Art. 255 ff. des Code de procĂ©dure pĂ©naleâ
cite-note-2222. â Lukas Thommen: Archaisches und klassisches Griechenland. 1. Auflage. W. Kohlhammer, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-17-031944-8, S. 121, 216 (286 S., Aristoteles, Athenaion politeia 53 f. 66): âDasselbe sollte auch durch ein konsequenteres Losverfahren fĂŒr die 6000 Geschworenen und deren Zuweisung an die Gerichtshöfe erreicht werden. Im 4. Jhd. v. Chr. standen dafĂŒr spezielle Losmaschinen (kleroteria) zur VerfĂŒgung [âŠ]â
cite-note-2323. â Armin Glatzmeier: Gerichte als politische Akteure â zur funktionalen Rolle der Verfassungsgerichtsbarkeit in Demokratien. In: Politika â Passauer Studien zur Politikwissenschaft. 1. Auflage. Band 12. Nomos, Baden-Baden 2019, ISBN 978-3-8487-4975-1, 2.2.1 Verfassungsrechtliche Stellung und Organisation, S. 126 (555 S.): âFuĂnote â 396 Gem. Art. 100 Abs. 2 Verf-EL gehören die PrĂ€sidenten des Staatsrates (Verwaltungsrecht), des Areopag (Straf- und Zivilrecht) und des Rechnungshofes dem obersten Sondergerichtshof als geborene Mitglieder an. Weitere acht Mitglieder werden fĂŒr die Dauer von zwei Jahren per Los jeweils hĂ€lftig aus den Mitgliedern des Staatsrates und des Areopags bestimmtâ
cite-note-buchsteinpro-2424. â Hubertus Buchstein: Demokratie und Lotterie â das Los als politisches Entscheidungsinstrument von der Antike bis zur EU. Campus, Frankfurt am Main, New York 2009, ISBN 978-3-593-38729-1, 1. Los mit Politik: Praktische Argumente fĂŒr Lotterien, S. 296â315.
cite-note-buchsteincontra-2525. â Hubertus Buchstein: Demokratie und Lotterie â das Los als politisches Entscheidungsinstrument von der Antike bis zur EU. Campus, Frankfurt am Main, New York 2009, ISBN 978-3-593-38729-1, 2. Politik statt Lotterie: Die Gegenargumente, S. 315â335.
cite-note-zeit-2626. â Klaus Schweinsberg: Wenn der Zufall mitregiert. Ăber eine ungewöhnliche Idee, die Politik zu reformieren. Die Zeit, 10. Februar 2000, abgerufen am 18. Juni 2019.
cite-note-telepolis-2727. â Timo Rieg: Soll man Berufspolitiker durch zufĂ€llig ausgeloste BĂŒrger ersetzen? Ein StreitgesprĂ€ch zwischen Jörg Sommer, Direktor des Berlin Instituts fĂŒr Partizipation, und Timo Rieg, BefĂŒrworter einer aleatorischen Demokratie. Telepolis, 22. Mai 2019, abgerufen am 18. Juni 2019.
cite-note-2828. â David Van Reybrouck: Gegen Wahlen. Warum Abstimmen nicht demokratisch ist. 1. Auflage. Wallstein Verlag, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1871-7, Blaupause fĂŒr eine auf dem Losverfahren basierende Demokratie, S. 158 f.
cite-note-2929. â Christiane Bender, Hans GraĂl: Losverfahren: Ein Beitrag zur StĂ€rkung der Demokratie? In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Band 64, Nr. 38â39. Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 15. September 2014, ISSN 0479-611X, S. 37: âDie WĂ€hler bleiben in unserem Gedankenspiel der SouverĂ€n. Sie entscheiden ĂŒber Fragen der politischen Macht; [âŠ] Die StĂ€rke des Losens hingegen ist seine symbolische Kraft. [âŠ] Das Losritual im Anschluss an die Bundestagswahl wĂŒrde wie ein Magnet die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich ziehen.â
cite-note-3030. â Ernest Callenbach, Michael Phillips: A Citizen Legislature. Berkeley/Bodega California. Banyan Tree Books/Clear Glass, 1985, ISBN 0-9604320-5-1 (englisch)
cite-note-reybrouckdeerzu-3131. â David Van Reybrouck: Gegen Wahlen â Warum Abstimmen nicht demokratisch ist. Wallstein, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1871-7, Demokratische Erneuerung in der Zukunft â Ausgeloste Versammlungen, s. a. Abb. 5 â VorschlĂ€ge fĂŒr das Auslosen verfassungsgebender Versammlungen, S. 136â143.
cite-note-3232. â Hubertus Buchstein: Demokratie und Lotterie â das Los als politisches Entscheidungsinstrument von der Antike bis zur EU. Campus, Frankfurt am Main, New York 2009, ISBN 978-3-593-38729-1, S. 445â453.
cite-note-reybrouckvorlplbirepsys-3333. â David Van Reybrouck: Gegen Wahlen â Warum Abstimmen nicht demokratisch ist. Wallstein, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1871-7, VorlĂ€ufiges PlĂ€doyer fĂŒr ein bireprĂ€sentatives System, S. 155â168: âWenn wir dem Prinzip der Auslosung in der Rechtsprechung vertrauen, warum dann nicht bei der Gesetzgebung? [âŠ] das bireprĂ€sentative Modell ist Beziehungstherapie fĂŒr Regierende und Regierte. [âŠ] In einem bireprĂ€sentativen Belgien könnte der Senat aus ausschlieĂlich gelosten BĂŒrgern bestehen, wĂ€hrend im Parlament weiterhin die gewĂ€hlten BĂŒrger ihren Sitz hĂ€tten.â
cite-note-3434. â Burkhard Wehner: Die Logik der Politik und das Elend der Ăkonomie â Grundelemente einer neuen Staats- und Gesellschaftstheorie. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1995, ISBN 978-3-534-12799-3, Die Logik der BĂŒrgerbeteiligung (326 S., reformforum-neopolis.de [PDF; 196 kB; abgerufen am 19. Mai 2022]). BĂŒrgerbeteiligung, online auf reformforum-neopolis.de
cite-note-reybrouckdeermprx-3535. â David Van Reybrouck: Gegen Wahlen â Warum Abstimmen nicht demokratisch ist. Wallstein, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1871-7, Demokratische Erneuerung in der Praxis â Eine internationale Erkundung (2004â2013), s. a. Abb. 4 â Demokratische Erneuerung in einigen westlichen LĂ€ndern, S. 121â135.
cite-note-3636. â Yves Sintomer: Das demokratische Experiment â Geschichte des Losverfahrens in der Politik von Athen bis heute. Springer VS, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-00730-0, S. 188 f.
cite-note-3737. â Baogang He: Deliberative participatory budgeting â A case study of Zeguo Town in China. In: Public Administration and Development. Band 39, Nr. 1. Wiley, 18. Juni 2019, ISSN 1099-162X, 4.4 The fourth experiment: Further improvements, doi:10.1002/pad.1853 (englisch, researchgate.net [PDF; 236 kB; abgerufen am 20. Mai 2022] Zu den Aspekten âparticipatory budgetingâ (PB) und âdeliberative pollingâ (DP)): âThe Zeguo government identified 11 hot topics from the participants and adjusted the budgets accordingly. For example, the budget for rural social assistance was increased from 296,000 to 396,000 RMB. [âŠ] Consequently, rigorous application of DP methods in some of the Zeguo experiments was sacrificed, and the mixed method that has been introduced has polluted the sampling and diluted the democratic principle. [âŠ] if some townships in an authoritarian state can implement such deliberative governance practices, many other local towns in democratising and well â established democratic countries can carry out similar experiments.â